06.06.2011

Überführung der Testamentsverzeichnisse: Vorbereitungsphase beginnt

Die über 5.000 Standesämter im gesamten Bundesgebiet und das Amtsgericht Schöneberg in Berlin betreiben derzeit noch die jeweiligen Testamentsverzeichnisse. Die dort hinterlegten Verwahrungsnachrichten über erbfolgerelevante Urkunden sind innerhalb von sechs Jahren in das Zentrale Testamentsregister zu überführen.

Für diese Überführung hat die Vorbereitungsphase jetzt begonnen. Es werden die organisatorischen und technischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Registerbehörde und den einzelnen Standesämtern / dem Amtsgericht Schöneberg geschaffen.

So hat bereits jedes Standesamt einen elektronischen Zugang zum Zentralen Testamentsregister erhalten. Dies dient zunächst dazu, die Stammdaten zu überprüfen und zu ergänzen. Wichtig sind dabei insbesondere die postalische Adresse und elektronische Kommunikationsdaten. Nicht zu vergessen sind Logistikangaben wie die Anzahl der Verwahrungsnachrichten und Aufbewahrungsort und -form.

Genauso müssen frühere Bezeichnungen des Standesamtes oder die Zusammenlegung mit einem anderen Standesamt angegeben werden. Zusätzlich ist eine Ortsliste zu fertigen, die alle Gemeinden im Zuständigkeitsbereich des Standesamts erfasst. Damit kann aus Geburtsort und -datum das zuständige Geburtsstandesamt ermittelt werden. Dies ermöglicht es später, die Erfassung der Verwahrungsnachrichten und letztlich den Betrieb des Zentralen Testamentsregisters so fehlerfrei wie möglich zu gestalten.

Siehe auch: TESTAMENTSVERZEICHNISSE ZTR BUNDESNOTARKAMMER

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