Erbschaft- und Schenkungsteuer

Die Erbschaft- und Schenkungsteuer muss bei der Gestaltung und Planung von Vermögensnachfolgen bedacht werden. Beide Steuern sind im selben Gesetz gleichlaufend geregelt. Andernfalls könnte die Erbschaftsteuer leicht durch Schenkungen vor dem Sterbefall umgangen werden. Dieser Gedanke liegt auch dem Pflichtteilsergänzungsanspruch zugrunde. Die Erbschaftsteuer betrifft den Vermögenserwerb von Todes wegen. Die Schenkungsteuer hingegen betrifft unentgeltliche Zuwendungen unter Lebenden.

Nach § 1 Abs. 1 ErbStG werden besteuert:

 

  • der Erwerb von Todes wegen,
  • die Schenkungen unter Lebenden,
  • die Zweckzuwendungen und
  • das Vermögen einer Stiftung, sofern sie wesentlich im Interesse einer Familie oder bestimmter Familien errichtet ist, und eines Vereins, dessen Zweck wesentlich im Interesse einer Familie oder bestimmter Familien auf die Bindung von Vermögen gerichtet ist, alle 30 Jahre.

 

Um den Grundbestand des Nachlasses zu schützen, ist nur die Bereicherung steuerpflichtig, die über dem persönlichen Freibetrag liegt. Dieser ist abhängig von der familienrechtlichen Beziehung zum Erblasser und liegt derzeit zwischen 20.000 € und 500.000 €.

 

Die Höhe der Besteuerung richtet sich nach Steuerklassen, wobei die nächsten Verwandten bevorzugt werden. Die Steuersätze liegen in Abhängigkeit von der familienrechtlichen Nähe zum Erblasser und der Höhe des Vermögenserwerbs zwischen 7 und 50 Prozent.

 

Ein Notar kann bei der Errichtung einer Verfügung von Todes wegen auch steuerliche Erwägungen fachkundig berücksichtigen. Eine derartige Inanspruchnahme empfiehlt sich insbesondere dann, wenn der Nachlass umfangreich ist.



Siehe auch: SCHENKUNG ERBSCHAFTSSTEUER SCHENKUNGSSTEUER

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