Der Erbvertrag

Der Erbvertrag kann im Gegensatz zum Testament unwiderruflich ausgestaltet werden und ist daher geeignet, den letzten Willen verbindlich festzulegen. Den Umfang der Bindungswirkung kann der Erblasser festlegen. Gegenstand der Bindungswirkung können Erbeinsetzungen, Vermächtnisse und Auflagen sein. Andere Gestaltungsmittel können zwar in den Vertrag einbezogen werden, sind aber wie Testamente widerruflich.

In einem Erbvertrag können mehrere Parteien ihren letzten Willen regeln. Es genügt, wenn ein Vertragspartner eine verbindliche Verfügung vornimmt. Diese Verfügung kann auch einem Dritten zu Gute kommen.

 

Beispiel

Der alleinstehende Testierende wird bis zu seinem Lebensende von einem Freund versorgt und möchte diesen als Gegenleistung zum Alleinerben einsetzen.

 

Beispiel

Der Ehepartner möchte festlegen, dass seine Kinder aus verschiedenen Ehen gleichbehandelt werden.


Ob der Erbvertrag die geeignete Testierform ist, richtet sich nach den Wünschen des Erblassers.

Im Unterschied zu Testamenten können Erbverträge nur unter Mitwirkung eines Notars geschlossen werden. Dadurch wird die fachkundige Beratung der Parteien gewährleistet.

Siehe auch: ERBVERTRAG

Glossar

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