Daten des Erblassers

Alle Angaben zum Erblasser sind im Zentralen Testamentsregister in der Weise zu machen, wie sie der Registerbehörde im Sterbefall mitgeteilt werden. Maßgeblich ist daher eine personenstandsrechtliche Sicht.

 

Name

Die präzise namentliche Bezeichnung des Erblassers im Zentralen Testamentsregister ist besonders wichtig, aber auch in Zweifelsfällen nicht immer einfach. Zu übermitteln sind sämtliche Vornamen in der Weise, wie sie auf der Geburtsurkunde vermerkt sind. Künstlernamen (Pseudonyme) werden nicht erfasst. Ebensowenig akademische Titel.

 

Geburtsdatum

Das Geburtsdatum muss im Format Tag.Monat.Jahr (dd.mm.yyyy) übermittelt werden. Ist das Geburtsdatum eines Erblassers nicht bekannt, setzen Sie sich bitte zum Zwecke der Registrierung mit uns in Verbindung.

 

Geburtsort und -land

Der Ort der Geburt ist in der amtlichen Schreibweise im Zeitpunkt der Geburt zu registrieren. Für die Eintragung von Orten im Ausland ist die im betreffenden Staat übliche Bezeichnung zu verwenden. Ist im Inland eine deutsche Bezeichnung üblich, so ist diese einzutragen; die fremde Bezeichnung kann in Klammern hinzugefügt werden.
 

Gibt es für eine Ortsbezeichnung keine gebräuchliche lateinische Schreibweise und ist der Ortsname auch in den vorgelegten urkundlichen Nachweisen nur in anderen als lateinischen Schriftzeichen wiedergegeben, sollte wie im Personenstandswesen verfahren werden: Der Name ist so weit wie möglich durch Transliteration wiederzugeben; hierbei sind die Normen der Internationalen Normenorganisation (ISO) anzuwenden. Ist eine Transliteration nicht möglich, so sind Namen und sonstige Wörter nach ihrem Klang und den Lautregeln der deutschen Rechtschreibung (phonetische Umschrift) einzutragen. In solchen Fällen sollten Sie die Hilfe der Bundesnotarkammer in Anspruch nehmen.


Frühere Orte sind mit ihrer zum relevanten Zeitpunkt (Geburt) üblichen Bezeichnung zu registrieren (z.B. Karl-Marx Stadt). Ehemalige deutsche Ostgebiete sind bei der Registrierung im Zentralen Testamentsregister als Geburtsland auswählbar, und zwar Schlesien, Westpreußen, Oberschlesien, Sudetenland, Pommern und Ostpreußen. Sofern in der amtlichen Orts-Schreibweise des Geburtsorts ein ehemaliges deutsches Ostgebiet mit angegeben ist, z.B. Waldenburg (Schles.), Marienburg/Westpr., Rosenberg O/S, genügt es, wenn das Ostgebiet bei der Registrierung als „Geburtsland“ erfasst wird. Bei der Registrierung des Geburtsortes kann der Zusatz dann weggelassen werden.

 

Geburtsstandesamt und Geburtenbuchnummer

Die bislang weit verbreitete Praxis, auf die Nacharbeit der Verwahrangaben durch das Standesamt zu setzen, hat mit der Zuständigkeitskonzentration bei der Bundesnotarkammer allerdings ein Ende: Sie hat keinen Zugriff auf Geburtenbücher bzw. Geburtenregister. Zwar kann auf die Übermittlung der Geburtenbuch- / -registernummer an das Zentrale Testamentsregister nach § 2 Abs. 2 Satz 1 Halbsatz 2 ZTRV zunächst verzichtet werden, jedoch handelt es sich auch dabei um eine Pflichtangabe, die nachträglich ergänzt werden muss, § 5 Satz 1 Nr. 3 ZTRV. Sie ist das wichtigste und einzige eindeutige Identifizierungsmerkmal eines Erblassers und daher unverzichtbar.


Selbst die Kombination aus Vornamen, Geburtsnamen, Geburtsort und Geburtsdatum führt nicht zu zweifelsfreien Ergebnissen: In vielen Städten Deutschlands wurden und werden am gleichen Tag mehrere Menschen mit gleichen Vor- und Geburtsnamen geboren. Ferner sind Fälle denkbar, in denen sich der Geburtsname ändert, etwa bei Adoptionen und durch Namensangleichungen.

Gibt es kein deutsches Geburtsstandesamt und keine Geburtenregisternummer, muss bei der entsprechenden Meldung angegeben werden, dass die Geburt nicht in Deutschland beurkundet wurde, also ein Auslandsfall vorliegt. Dazu zählen wir – abweichend von der personenstandsrechtlichen Handhabung – alle Geburten außerhalb des heutigen deutschen Staatsgebietes.

 

Die Angabe, dass keine inländische Beurkundung der Geburt stattgefunden hat, schließt es nicht aus, dennoch ein Geburtsstandesamt und/oder eine Geburtenregisternummer des Erblassers anzugeben, insbesondere, wenn diese Angaben aus ehemals deutschen Gebieten stammen. Falls diese auch im Sterbefall an die Bundesnotarkammer übermittelt werden, erleichtern sie das Auffinden der Verwahrangaben.


Hat eine Nachbeurkundung der Geburt beim Standesamt I in Berlin oder bei einem anderen inländischen Standesamt stattgefunden, liegt kein Auslandsfall vor. Keinesfalls darf die Angabe „Auslandsfall“ erfolgen, wenn die Geburtenregisternummer bzw. das Geburtsstandesamt nur unbekannt sind – das würde zur Unauffindbarkeit der Registrierung führen, weil sie als Auslandsfall behandelt werden würde und daher bei Sterbefällen mit deutscher Geburt unberücksichtigt bliebe.

Glossar

  • 27.01

    2017

    Jahresbericht 2016

    Das Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück, das durch einen reibungslosen elektronischen Registerbetrieb bei unvermindert hohen Registrierungszahlen aus der Testamentsverzeichnisüberführung und weiteren Verbesserungen der Benutzeroberfläche...

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  • 28.11

    2016

    Abschluss Testamentsverzeichnisüberführung

    Wir freuen uns mitteilen zu können, dass die Testamentsverzeichnisüberführung planmäßig abgeschlossen werden konnte. Neben der Hauptkartei für Testamente beim Amtsgericht Schöneberg wurden die Testamentsverzeichnisse aus den 16 Bundesländern in das Zentrale Testamentsregister vollständig überführt.

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  • 25.01

    2016

    Jahresbericht 2015

    Das Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurück, das durch einen reibungslosen elektronischen Registerbetrieb bei unvermindert hohen Registrierungszahlen aus der Testamentsverzeichnisüberführung und weiteren Verbesserungen der Benutzeroberfläche...

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  • 19.05

    2015

    Halbzeit in der Testamentsverzeichnisüberführung!

    Die Testamentsverzeichnisüberführung ist nun in jedem zweiten der 16 Bundesländer abgeschlossen. Bis Mitte Mai 2015 konnten neben der ehemaligen Hauptkartei für Testamente beim Amtsgericht Schöneberg in Berlin die Testamentsverzeichnisse der Standesämter in Bremen, Hamburg, Hessen,...

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  • 13.01

    2015

    Zentrales Testamentsregister - Jahresbericht 2014

    Das Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurück. Der elektronische Registerbetrieb verlief auch im abgelaufenen Kalenderjahr reibungslos.

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  • 08.01

    2015

    Privilegierung des Betriebsvermögens bei der Erbschaftsteuer verfassungswidrig

    Mit Urteil vom 17. Dezember 2014 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass die Regelungen des Erbschaftsteuer‑ und Schenkungsteuergesetzes (ErbStG) zur Verschonung von Erbschaftsteuer beim Übergang betrieblichen Vermögens in Teilen verfassungswidrig sind.

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  • 25.11

    2014

    Hessen als sechstes Bundesland vollständig ins Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer überführt

    Die Testamentsverzeichnisüberführung schreitet planmäßig voran! Bislang konnten neben der ehemaligen Hauptkartei für Testamente beim Amtsgericht Schöneberg in Berlin die Testamentsverzeichnisse der Bundesländer Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen...

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  • 22.05

    2014

    Überführung des Hauptverzeichnisses für Testamente beim Amtsgericht Schöneberg abgeschlossen

    Die Testamentsverzeichnisüberführung hat einen weiteren Meilenstein erreicht. Seit dem 30. April 2014 ist die Überführung des Hauptverzeichnisses für Testamente beim Amtsgericht Schöneberg in Berlin abgeschlossen.

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  • 06.01

    2014

    Jahresbericht 2013

    Das Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer arbeitete auch im Jahr 2013 erfolgreich und reibungslos. Per 31.12.2013 waren bereits mehr als 2,5 Millionen Registrierungen und ca. 1,8 Millionen erbfolgerelevante Urkunden im Zentralen Testamentsregister gespeichert.

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  • 07.06

    2013

    Weiße Karteikarten werden ins Zentrale Testamentsregister überführt

    Der Bundesgesetzgeber hat beschlossen, auch die sogenannten Weißen Karteikarten ins Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer zu überführen. Dabei handelt es sich um Mitteilungen über die Geburt eines nichtehelichen Kindes oder die Adoption eines Kindes durch eine Einzelperson.

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