Rechtsprechung

OLG München

22.04.2010

| Beschluss

Anforderungen an den Nachweis eines nicht auffindbaren Testaments

An den Nachweis der formgerechten Errichtung und des Inhalts eines nicht auffindbaren Testaments sind strenge Anforderungen zu stellen

OLG München

13.09.2010

| Beschluss

Zur Wechselbezüglichkeit der Schlusserbeneinsetzung in einem gemeinschaftlichen Testament

Die Schlusserbeinsetzung gemeinsamer Kinder in einem gemeinschaftlichen Testament wird bindend, nachdem ein Ehegatte verstorben ist.

OLG München

11.04.2011

| Beschluss

Auftrag zur Vernichtung eines Testaments

Wird der Auftrag zur Vernichtung eines Testaments nicht zu Lebzeiten des Erblassers ausgeführt, liegt kein wirksamer Widerruf vor.

OLG München

14.06.2010

| Beschluss

Auslegung einer testamentarischen Verfügung über Teile des Nachlasses

Es tritt die gesetzliche Erbfolge ein, wenn der Erblasser nur über einen geringen Teil seines Nachlasses verfügt und ansonsten eine weitere Verfügung vorsieht. Bleibt diese aus, kann diese nicht durch Auslegung ersetzt werden.

OLG Koblenz

29.09.2009

| Beschluss

Auslegung eines Testaments bei nicht mehr erfüllbarem Vermächtnis

Wenn ein Vermächtnis nicht mehr erfüllt werden kann, so kann sich aber aufgrund ergänzender Testamentsauslegung ein Wertersatzanspruch ergeben.

OLG Hamm

26.08.2010

| Beschluss

Zum Aufleben eines alten Testaments nach Scheidung und Wiederverheiratung

Ein gemeinschaftliches Testament geschiedener Ehegatten lebt mit ihrer Wiederverheiratung nicht neu auf – etwas anderes kann nur bei entsprechendem Fortgeltungswillen angenommen werden.

OLG Düsseldorf

31.01.2011

| Beschluss

Vermutungen rechtfertigen nicht die Anfechtung der Erbausschlagung

Schlägt ein Erbe auf der Grundlage ungenauer zeitferner Informationen die Erbschaft aus, so kann er, wenn sich diese später als falsch erweisen, seine Ausschlagungserklärung nicht wegen Irrtums anfechten.

OLG Hamm

17.02.2011

| Beschluss

Keine Anfechtung bei Erbschaftsausschlagung „aus allen Berufungsgründen“

Schlägt ein Erbe „aus allen Berufungsgründen” die Erbschaft aus, zeigt er, dass er auf jegliche Nachlassbeteiligung verzichtet.

BGH

13.04.2011

| Urteil

Pflichtteilsrecht des Enkels

Das Pflichtteilsrecht des Enkels besteht auch dann, wenn der Sohn durch Verfügung von Todes wegen enterbt wurde.

BGH

13.04.2011

| Beschluss

Keine Pflichtteilsentziehung bei lebensbedrohlichen Faustschlägen

Die Pflichtteilsentziehung scheidet auch bei lebensbedrohlichen Faustschlägen des schuldunfähigen Berechtigten gegen die Erblasserin aus, wenn ohne natürlichen Vorsatz gehandelt wurde.

Glossar

Vorsorgeregister

Das Zentrale Vorsorgeregister (ZVR) ist das bundesweite Register für Vorsorge- vollmachten und Patientenverfügungen

Vorsorgeregister

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