Teilungsanordnung

Setzt der Erblasser mehrere Erben ein, erwerben diese gemeinsam Eigentum an dem Nachlass. Um seinen Einfluss auf die Aufteilung des Nachlasses zu gewährleisten, kann der Erblasser eine Teilungsanordnung trefen. Die Teilungsanordnung betrifft nicht die Zuwendung eines Vermögensgegenstandes, sondern lediglich die Auseinandersetzung des Erbes. Der Miterbe muss sich den Wert des zugewendeten Gegenstandes auf sein Erbe anrechnen lassen.

Beispiel

Der Nachlass besteht aus einem Grundstück im Wert von 100.000 € und Bankguthaben i.H.v. 400.000 €. Der Erblasser setzt seinen Sohn und seine Tochter jeweils zur Hälfte ein. Das Grundstück teilt er dem Sohn zu. Von dem Bankguthaben wird der Sohn 150.000 € erhalten. Der Tochter stehen  250.000 € zu.

 

Durch die Teilungsanordnung nimmt der Erblasser über den Tod hinaus Einfluss. Er kann dadurch Streitigkeiten unter den Miterben vermeiden. Häufig ist die Teilungsanordnung in Form eines Übernahmerechts ausgestaltet. Der Erblasser räumt dem Miterben das Recht ein, einen bestimmten Gegenstand zu übernehmen. In der Regel wird der Gegenstand dann in der Höhe des Verkehrswertes auf den Erbteil angerechnet.

Beispiel

Der Erblasser bestimmt seine drei Söhne zu gleichen Teilen zu seinen Erben. Dem ältesten Sohn räumt er das Recht ein, das von ihm bewohnte Haus zu übernehmen.
Der Sohn kann nun wählen, ob er die Teilungsanordnung geltend machen will oder nicht.


Der Erblasser kann aber auch einen Übernahmepreis bestimmen. Dieser muss nicht zwangsläufig dem Wert entsprechen. Will der Erblasser den Erben durch einen günstigen Übernahmepreis begünstigen, sollte er dies deutlich machen. So kann sichergestellt werden, dass sich der Erblasser nicht lediglich über den Wert geirrt hat.

Siehe auch: ERBENGEMEINSCHAFT TEILUNGSANORDNUNG

Glossar

  • 05.03

    2019

    Jahresbericht 2018

    Das Jahr 2018 war für das Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer ein erfolgreiches Jahr. Hervorzuheben ist die erfolgreiche Bewältigung der Notariatsreform in Baden-Württemberg, die eine Vielzahl von Anpassungen im Zentralen Testamentsregister erforderlich gemacht hat.

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  • 11.04

    2018

    Jahresbericht 2017

    Das Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurück, das durch einen reibungslosen elektronischen Registerbetrieb bei unvermindert hohen Registrierungszahlen und weiteren Verbesserungen der Benutzeroberfläche gekennzeichnet war.

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  • 27.01

    2017

    Jahresbericht 2016

    Das Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück, das durch einen reibungslosen elektronischen Registerbetrieb bei unvermindert hohen Registrierungszahlen aus der Testamentsverzeichnisüberführung und weiteren Verbesserungen der Benutzeroberfläche...

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  • 28.11

    2016

    Abschluss Testamentsverzeichnisüberführung

    Wir freuen uns mitteilen zu können, dass die Testamentsverzeichnisüberführung planmäßig abgeschlossen werden konnte. Neben der Hauptkartei für Testamente beim Amtsgericht Schöneberg wurden die Testamentsverzeichnisse aus den 16 Bundesländern in das Zentrale Testamentsregister vollständig überführt.

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  • 25.01

    2016

    Zentrales Testamentsregister - Jahresbericht 2015

    Das Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurück, das durch einen reibungslosen elektronischen Registerbetrieb bei unvermindert hohen Registrierungszahlen aus der Testamentsverzeichnisüberführung und weiteren Verbesserungen der Benutzeroberfläche...

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  • 19.05

    2015

    Halbzeit in der Testamentsverzeichnisüberführung!

    Die Testamentsverzeichnisüberführung ist nun in jedem zweiten der 16 Bundesländer abgeschlossen. Bis Mitte Mai 2015 konnten neben der ehemaligen Hauptkartei für Testamente beim Amtsgericht Schöneberg in Berlin die Testamentsverzeichnisse der Standesämter in Bremen, Hamburg, Hessen,...

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  • 13.01

    2015

    Zentrales Testamentsregister - Jahresbericht 2014

    Das Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurück. Der elektronische Registerbetrieb verlief auch im abgelaufenen Kalenderjahr reibungslos.

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  • 08.01

    2015

    Privilegierung des Betriebsvermögens bei der Erbschaftsteuer verfassungswidrig

    Mit Urteil vom 17. Dezember 2014 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass die Regelungen des Erbschaftsteuer‑ und Schenkungsteuergesetzes (ErbStG) zur Verschonung von Erbschaftsteuer beim Übergang betrieblichen Vermögens in Teilen verfassungswidrig sind.

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  • 25.11

    2014

    Hessen als sechstes Bundesland vollständig ins Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer überführt

    Die Testamentsverzeichnisüberführung schreitet planmäßig voran! Bislang konnten neben der ehemaligen Hauptkartei für Testamente beim Amtsgericht Schöneberg in Berlin die Testamentsverzeichnisse der Bundesländer Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen...

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  • 22.05

    2014

    Überführung des Hauptverzeichnisses für Testamente beim Amtsgericht Schöneberg abgeschlossen

    Die Testamentsverzeichnisüberführung hat einen weiteren Meilenstein erreicht. Seit dem 30. April 2014 ist die Überführung des Hauptverzeichnisses für Testamente beim Amtsgericht Schöneberg in Berlin abgeschlossen.

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Vorsorgeregister

Das Zentrale Vorsorgeregister (ZVR) ist das bundesweite Register für Vorsorge- vollmachten und Patientenverfügungen

Vorsorgeregister