Überführung der Testamentsverzeichnisse

 

Das Zentrale Testamentsregister dient der Modernisierung des Benachrichtigungswesens in Nachlasssachen insgesamt. Zur Inbetriebnahme des Registers gehört daher notwendig, auch die vorhandenen Verwahrangaben zu überführen. Dieser Vorgang hat Mitte 2013 begonnen.

 

Die Verwahrangaben in den Testamentsverzeichnissen der Standesämter und der Hauptkartei für Testamente werden bis Ende 2016 von Amts wegen in das Zentrale Testamentsregister überführt. Ein gesonderter Antrag ist nicht erforderlich. Die Bundesnotarkammer arbeitet zum Zwecke der Überführung vertrauensvoll mit den Standesämtern und dem Amtsgericht Schöneberg in Berlin zusammen.

 

Eine Nachregistrierung von erbfolgerelevanten Urkunden, die vor dem 1.1.2012 errichtet wurden, ist aufgrund der Testamentsverzeichnisüberführung nicht erforderlich. Für diese Urkunden wurde eine gelbe Karteikarte beim zuständigen Geburtsstandesamt bzw. beim Amtsgericht Schöneberg in Berlin hinterlegt. Wann die Informationen eines einzelnen Standesamtes überführt werden, steht noch nicht fest. Wir werden darüber auf dieser Homepage berichten.

 

Wünschen alle an einer Urkunde beteiligten Erblasser vor Testamentsverzeichnis-Überführung eine vorzeitige Nachregistrierung der Urkunde, kann diese auf Antrag durch einen Notar oder bei Gericht - gebührenpflichtig - veranlasst werden. Die Bundesnotarkammer wird in diesem Fall das zuständige Standesamt informieren, die dort vorhandene Verwahrungsnachricht als gegenstandslos zu behandeln, um eine Doppelregistrierung der Urkunde zu vermeiden.

Glossar

Vorsorgeregister

Das Zentrale Vorsorgeregister (ZVR) ist das bundesweite Register für Vorsorge- vollmachten und Patientenverfügungen

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