Sicher vererben

Das Grundgesetz garantiert das Erbrecht und damit auch die Testierfreiheit. Mit dem Zentralen Testamentsregister werden diese Garantien verfahrensrechtlich abgesichert.

 

Der letzte Wille ist eine sehr persönliche und höchst individuelle Angelegenheit. Deshalb hat die Testierfreiheit in Deutschland Verfassungsrang. Das Bürgerliche Gesetzbuch stellt in Ausgestaltung der Erbrechtsgarantie vielfältige Gestaltungsinstrumente zur Verfügung. Mit diesem rechtlichen Instrumentarium kann der letzte Wille dokumentiert und damit die Voraussetzung geschaffen werden, dass er im Sterbefall auch umgesetzt wird. Die eigene Erbfolge zu gestalten ist ein höchstpersönlicher Akt. Notarinnen und Notare können nur die Aufgabe übernehmen, den letzten Willen zu erforschen und ihn rechtssicher zu dokumentieren.

 

Gleichzeitig steht es jedermann frei, von seinem Gestaltungsrecht keinen Gebrauch zu machen. Testierfreiheit bedeutet auch gleichzeitig Abwesenheit von Testierzwang. Allerdings kann niemand ohne Erben versterben. Wurde der Erbe nicht durch letztwillige Verfügung selbst gewählt, springt der Gesetzgeber ein: Dann greift die gesetzliche Erbfolge.


Die gesetzliche Erbfolge kann dem Willen des Erblassers entsprechen: Der Gesetzgeber hat sie als Mustererbfolge in der Hoffnung gestaltet, dass sie in möglichst vielen Fällen dem Willen der Bürgerinnen und Bürger entspricht. Mit zunehmender gesellschaftlicher Vielfalt ist es jedoch immer unwahrscheinlicher, dass die gesetzliche Erbfolge der individuellen Lebenssituation des Einzelnen entspricht. Deshalb sollte jedenfalls eine Überprüfung stattfinden, ob eine individuelle Gestaltung des letzten Willens erforderlich ist. Dies ist regelmäßige Aufgabe der Notarinnen und Notare in Deutschland.

Siehe auch: ERBEINSETZUNG NOTAR TESTIERFREIHEIT ERBFOLGE

Glossar

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