Sicher vererben

Das Grundgesetz garantiert das Erbrecht und damit auch die Testierfreiheit. Mit dem Zentralen Testamentsregister werden diese Garantien verfahrensrechtlich abgesichert.

 

Der letzte Wille ist eine sehr persönliche und höchst individuelle Angelegenheit. Deshalb hat die Testierfreiheit in Deutschland Verfassungsrang. Das Bürgerliche Gesetzbuch stellt in Ausgestaltung der Erbrechtsgarantie vielfältige Gestaltungsinstrumente zur Verfügung. Mit diesem rechtlichen Instrumentarium kann der letzte Wille dokumentiert und damit die Voraussetzung geschaffen werden, dass er im Sterbefall auch umgesetzt wird. Die eigene Erbfolge zu gestalten ist ein höchstpersönlicher Akt. Notarinnen und Notare können nur die Aufgabe übernehmen, den letzten Willen zu erforschen und ihn rechtssicher zu dokumentieren.

 

Gleichzeitig steht es jedermann frei, von seinem Gestaltungsrecht keinen Gebrauch zu machen. Testierfreiheit bedeutet auch gleichzeitig Abwesenheit von Testierzwang. Allerdings kann niemand ohne Erben versterben. Wurde der Erbe nicht durch letztwillige Verfügung selbst gewählt, springt der Gesetzgeber ein: Dann greift die gesetzliche Erbfolge.


Die gesetzliche Erbfolge kann dem Willen des Erblassers entsprechen: Der Gesetzgeber hat sie als Mustererbfolge in der Hoffnung gestaltet, dass sie in möglichst vielen Fällen dem Willen der Bürgerinnen und Bürger entspricht. Mit zunehmender gesellschaftlicher Vielfalt ist es jedoch immer unwahrscheinlicher, dass die gesetzliche Erbfolge der individuellen Lebenssituation des Einzelnen entspricht. Deshalb sollte jedenfalls eine Überprüfung stattfinden, ob eine individuelle Gestaltung des letzten Willens erforderlich ist. Dies ist regelmäßige Aufgabe der Notarinnen und Notare in Deutschland.

Siehe auch: ERBEINSETZUNG NOTAR TESTIERFREIHEIT ERBFOLGE

Glossar

  • 28.11

    2016

    Abschluss Testamentsverzeichnisüberführung

    Wir freuen uns mitteilen zu können, dass die Testamentsverzeichnisüberführung planmäßig abgeschlossen werden konnte. Neben der Hauptkartei für Testamente beim Amtsgericht Schöneberg wurden die Testamentsverzeichnisse aus den 16 Bundesländern in das Zentrale Testamentsregister vollständig überführt.

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  • 25.01

    2016

    Jahresbericht 2015

    Das Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurück, das durch einen reibungslosen elektronischen Registerbetrieb bei unvermindert hohen Registrierungszahlen aus der Testamentsverzeichnisüberführung und weiteren Verbesserungen der Benutzeroberfläche...

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  • 19.05

    2015

    Halbzeit in der Testamentsverzeichnisüberführung!

    Die Testamentsverzeichnisüberführung ist nun in jedem zweiten der 16 Bundesländer abgeschlossen. Bis Mitte Mai 2015 konnten neben der ehemaligen Hauptkartei für Testamente beim Amtsgericht Schöneberg in Berlin die Testamentsverzeichnisse der Standesämter in Bremen, Hamburg, Hessen,...

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  • 13.01

    2015

    Zentrales Testamentsregister - Jahresbericht 2014

    Das Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurück. Der elektronische Registerbetrieb verlief auch im abgelaufenen Kalenderjahr reibungslos.

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  • 08.01

    2015

    Privilegierung des Betriebsvermögens bei der Erbschaftsteuer verfassungswidrig

    Mit Urteil vom 17. Dezember 2014 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass die Regelungen des Erbschaftsteuer‑ und Schenkungsteuergesetzes (ErbStG) zur Verschonung von Erbschaftsteuer beim Übergang betrieblichen Vermögens in Teilen verfassungswidrig sind.

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  • 25.11

    2014

    Hessen als sechstes Bundesland vollständig ins Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer überführt

    Die Testamentsverzeichnisüberführung schreitet planmäßig voran! Bislang konnten neben der ehemaligen Hauptkartei für Testamente beim Amtsgericht Schöneberg in Berlin die Testamentsverzeichnisse der Bundesländer Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen...

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  • 22.05

    2014

    Überführung des Hauptverzeichnisses für Testamente beim Amtsgericht Schöneberg abgeschlossen

    Die Testamentsverzeichnisüberführung hat einen weiteren Meilenstein erreicht. Seit dem 30. April 2014 ist die Überführung des Hauptverzeichnisses für Testamente beim Amtsgericht Schöneberg in Berlin abgeschlossen.

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  • 06.01

    2014

    Jahresbericht 2013

    Das Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer arbeitete auch im Jahr 2013 erfolgreich und reibungslos. Per 31.12.2013 waren bereits mehr als 2,5 Millionen Registrierungen und ca. 1,8 Millionen erbfolgerelevante Urkunden im Zentralen Testamentsregister gespeichert.

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  • 07.06

    2013

    Weiße Karteikarten werden ins Zentrale Testamentsregister überführt

    Der Bundesgesetzgeber hat beschlossen, auch die sogenannten Weißen Karteikarten ins Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer zu überführen. Dabei handelt es sich um Mitteilungen über die Geburt eines nichtehelichen Kindes oder die Adoption eines Kindes durch eine Einzelperson.

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  • 29.02

    2012

    Webservices der Bundesnotarkammer zum Test bereit

    Für Hersteller von Notarsoftware und Verantwortliche von Justizfachverfahren steht die Webservice-Infrastruktur der Bundesnotarkammer zur Integration in aktualisierter Fassung seit dem 29.02.2012 zur Verfügung. Antragstellung über webservices@bnotk.de.

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