Überführung der Verwahrungsnachrichten


Vor Einführung des Zentralen Testamentsregisters wurde das Geburtsstandesamt des Erblassers bzw. die Hauptkartei für Testamente beim Amtsgericht Berlin Schöneberg benachrichtigt, wenn eine erbfolgerelevante Urkunde in amtliche Verwahrung genommen wurde.  Diese Benachrichtigung erfolgte mit Hilfe gelber Karteikarten, welche in das Testamentsverzeichnis des jeweiligen Geburtsstandesamts/des Amtsgerichts Schöneberg eingestellt wurden.

 

Im Todesfall erfolgt derzeit eine Doppelbenachrichtigung durch das Sterbestandesamt. Neben dem Zentralen Testamentsregister wird auch das Geburtsstandesamt des Erblassers informiert. Dieses informiert wiederum die Notare oder Gerichte, bei denen eine erbfolgerelevante Urkunde verwahrt wird, über den Todesfall. Künftig soll die Auskunft ausschließlich durch das Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer erfolgen.

 

Auf der Grundlage des Testamentsverzeichnisüberführungsgesetzes (TVÜG) wird ein von der Bundesnotarkammer beauftragter Dienstleister sämtliche bei den Geburtsstandesämtern vorhandenen Verwahrungsnachrichten abholen und digitalisieren. Die auf den Karten vorhandenen Daten werden in einem qualitätsgesicherten Prozess unter Beachtung strengster Datenschutzstandards zweifach und voneinander unabhängig abgeschrieben und nach einer erneuten Qualitätskontrolle in das Zentrale Testamentsregister übernommen. Durch die Qualitätssicherung in mehreren Stufen ist sichergestellt, dass das Zentrale Testamentsregister auch bezüglich vor dem 01. Januar 2012 errichteter Urkunden zuverlässig Auskunft geben kann.

Die Überführung der Testamentsverzeichnisse wird im Juli des 2013 beginnen. Zunächst wird exklusiv die Hauptkartei für Testamente beim Amtsgericht Berlin Schöneberg  überführt werden. Ab Ende des Jahres 2013 wird mit der Überführung der von den Standesämtern verwalteten Testamentsverzeichnissen begonnen werden. Gesetzliche Frist für den Abschluss der Überführung ist der 28. Dezember 2016.

Glossar

  • 22.05

    2014

    Überführung des Hauptverzeichnisses für Testamente beim Amtsgericht Schöneberg abgeschlossen

    Die Testamentsverzeichnisüberführung hat einen weiteren Meilenstein erreicht. Seit dem 30. April 2014 ist die Überführung des Hauptverzeichnisses für Testamente beim Amtsgericht Schöneberg in Berlin abgeschlossen.

    Weiter

  • 27.01

    2017

    Jahresbericht 2016

    Das Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück, das durch einen reibungslosen elektronischen Registerbetrieb bei unvermindert hohen Registrierungszahlen aus der Testamentsverzeichnisüberführung und weiteren Verbesserungen der Benutzeroberfläche...

    Weiter

  • 06.01

    2014

    Jahresbericht 2013

    Das Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer arbeitete auch im Jahr 2013 erfolgreich und reibungslos. Per 31.12.2013 waren bereits mehr als 2,5 Millionen Registrierungen und ca. 1,8 Millionen erbfolgerelevante Urkunden im Zentralen Testamentsregister gespeichert.

    Weiter

  • 19.05

    2015

    Halbzeit in der Testamentsverzeichnisüberführung!

    Die Testamentsverzeichnisüberführung ist nun in jedem zweiten der 16 Bundesländer abgeschlossen. Bis Mitte Mai 2015 konnten neben der ehemaligen Hauptkartei für Testamente beim Amtsgericht Schöneberg in Berlin die Testamentsverzeichnisse der Standesämter in Bremen, Hamburg, Hessen,...

    Weiter

  • 25.11

    2014

    Hessen als sechstes Bundesland vollständig ins Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer überführt

    Die Testamentsverzeichnisüberführung schreitet planmäßig voran! Bislang konnten neben der ehemaligen Hauptkartei für Testamente beim Amtsgericht Schöneberg in Berlin die Testamentsverzeichnisse der Bundesländer Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen...

    Weiter

  • 19.12

    2011

    Erbschaftsteuer für nahe Angehörige auf dem Prüfstand des Bundesfinanzhofs

    Die erst seit dem 1. September 2009 geltenden Regelungen zur Erbschaftsteuer werden aktuell vom BFH überprüft. Dabei geht es um die Frage, ob auch Verwandte (Erbschaftsteuerklasse II - unter anderem Geschwister, Nichten und Neffen) genauso wie familienfremde Dritte (Erbschaftsteuerklasse III) zu...

    Weiter

  • 08.01

    2015

    Privilegierung des Betriebsvermögens bei der Erbschaftsteuer verfassungswidrig

    Mit Urteil vom 17. Dezember 2014 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass die Regelungen des Erbschaftsteuer‑ und Schenkungsteuergesetzes (ErbStG) zur Verschonung von Erbschaftsteuer beim Übergang betrieblichen Vermögens in Teilen verfassungswidrig sind.

    Weiter

  • 02.12

    2011

    Fortbildungen

    Die Bundesnotarkammer bietet in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Anwaltsinstitut regelmäßig Fortbildungen zu Praxisfragen des elektronischen Rechtsverkehrs im Notariat an. Darin werden neben anderen Themen auch Fragestellungen des Zentralen Testamentsregisters behandelt.

    Weiter

  • 12.05

    2011

    Pflichtteilsansprüche können zum Wegfall von Sozialleistungen führen

    Häufig setzen sich Eheleute in einem gemeinschaftlichen Testament gegenseitig als Alleinerben und die gemeinsamen Kinder als Schlusserben des überlebenden Ehegatten ein (sog. „Berliner Testament“). Die Kinder sind dann nach dem Tod des ersten Elternteils enterbt.

    Weiter

  • 13.01

    2015

    Zentrales Testamentsregister - Jahresbericht 2014

    Das Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurück. Der elektronische Registerbetrieb verlief auch im abgelaufenen Kalenderjahr reibungslos.

    Weiter

Notarsuche

Hier finden Sie den Notar ganz in Ihrer Nähe! Geben Sie bitte Ihren Wohnort in die Suchmaske ein.

Erweiterte Suche